Eigentlich ist es komisch, dass Kokosmakronen heute fast schon zum Standard-Weihnachtsgebäck-Repertoire gehören, wenn man bedenkt, dass die Kokosnuss eine exotische Frucht ist. In Nigeria hatten wir tatsächlich einige Kokospalmen im Garten stehen und meine Mutter hat uns immer gewarnt, wir sollten nicht unter den Palmen spielen oder uns dort aufhalten.
Ich habe gelesen, dass weltweit jährlich etwa 150 Menschen durch herabfallende Kokosnüsse sterben und weitaus mehr dadurch schwer verletzt werden. Wenn man bedenkt, dass so eine Kokosnuss je nach Sorte bis zu 2,5 Kg schwer und eine Kokospalme ihr Leben lang weiterwächst und bis zu 30 Meter hoch werden kann… Man mag es nicht glauben, aber diese Killernuss ist trotz allem sehr gesund. Zumindest, wenn man sie isst und nicht auf den Kopf bekommt. Heute kann man die Nüsse fast in jedem Supermarkt kaufen. Sie jedoch zu öffnen ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt so viele interessante Dinge über die Kokospalme und ihre Früchte zu erzählen, dass es gar nicht möglich ist, alles in einem Artikel aufzuführen.
Was aber Vielen gar nicht bewusst ist: die braune runde Nuss, die wir im Laden kaufen, ist nur das Innere der eigentlichen Kokosnuss. Um diesen harten Kern herum ist, wenn sie geerntet wird (oder einem auf den Kopf fällt), eine ebenfalls harte aber sehr faserige dicke, meist eiförmige Hülle, die sich sehr gut u.a. zum Grillanzünden eignet. Sie schützt die Nuss vor dem Zerplatzen, wenn sie vom Baum auf eine harte Oberfläche fallen sollten. Auch schützt dieser Panzer vor dem Eindringen von Meerwasser. Viele Palmen stehen direkt an Meeresstränden und die Früchte werden viele Kilometer weit mit der Strömung mitgetragen, landen irgendwo anders an, keimen aus und wachsen dort an. Auf diese Weise vermehren sich die Kokospalmen.
Hier nun ein schnelles Kokosmakronen Rezept